Memobox

Ausgehend von der am Kreativmarathon MUSEOMIX 2016 gestellten Frage «Wer hat das Wort im Museum?» setzt sich das Format MEMOBOX mit der Deutungshoheit im Museum auseinander.

In der MEMOBOX können Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher eigene Geschichten erzählen, an die sie durch die ausgestellten Objekte erinnert werden. Das Projekt schlägt damit eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und schafft einen persönlichen Bezug zu den Museumsobjekten.

 

 

Ein partizipatives Bildungsprojekt

Die Besucher erhalten die Gelegenheit, sich zu äussern, aktiv zur Ausstellung beizutragen und Spuren zu hinterlassen. Denn die vom Publikum aufgenommenen Audiobeiträge werden in den Museumsguide eingespeist und somit Teil der Ausstellungsvermittlung.
Mit Hilfe dieses partizipativen Ausstellungselements testet das Historische Museum Basel, ob und wie das Publikum in das Museumsgeschehen involviert werden kann. Die Testphase startet im Januar 2018. Lanciert wird das Format im März 2018.

 Hören Sie hier die Aufnahmen der Besucher.



Möchten Sie einen eigenen Audio-Beitrag aufnehmen?

Bis Ende September 2018 finden Sie die MEMOBOX vor dem folgenden Objekt:

Benedict von Curiger (1754–1816), Tonreliefs mit anatomischen Darstellungen aus Einsiedeln
Ort der Objekte: Barfüsserkirche, Untergeschoss, Wunderkammer, Vitrine Scientifica

Die MEMOBOX wechselt den Ort alle 3 Monate.




Die MEMOBOX wird vollumfänglich durch Drittmittel – Swisslosfonds Basel-Stadt & Pro Helvetia – finanziert.

Konzept, Inhalt und Umsetzung: Team HMB 
Mit freundlicher Unterstützung von: Assistenz mit Konzept, Design und französischer Übersetzung: Aurélie Fourel / Englische Übersetzungen: Bronwen Saunders / Schreinerei: Cyrill Hämisegger / Entwicklung der Aufnahme App und externen Webseite: nesolu, Basel / Museum Guide extension: ui/deation, München/Köln


MUSEOMIX

6 PROTOTYPEN, 3 TAGE, 1 GEWINNER

Im November 2016 stellten sich am Kreativevent MUSEOMIX Basel sechs interdisziplinäre Teams den Herausforderungen des Historischen Museums Basel. Während drei Tagen wurde gebrainstormt, konzipiert, entwickelt und hergestellt bis schliesslich sechs Prototypen – Vermittlungstools – entstanden sind. Das Ziel: einen neuen Zugang kreieren, um das museale Ambiente herauszufordern und das Museum bzw. die ausgestellten Werke zugänglicher zu machen. 

An der vergangenen Basler Museumsnacht im Januar 2017 konnte die Öffentlichkeit über ihr Lieblingsprojekt entscheiden. Gut 300 Personen haben abgestimmt. Das Siegerprojekt wird nun für das Historische Museum Basel weiterentwickelt:

  • Platz 1 mit 43.9% aller Stimmen: «Er-Sie-Es-Zählen»
  • Platz 2 mit 28.6% aller Stimmen: «MYseum» 
  • Platz 3 mit 27.5% aller Stimmen: «FLOWME.franz»

UM WAS GEHT ES BEIM PROTOTYPEN «Er-Sie-Es zählen»?

Mit der App «Er-Sie-Es-Zählen» erleben die Besucherinnen und Besucher einen Audio-Parcours durch die Ausstellung. An ausgesuchten Objekten, die auf Themen verweisen wie Liebe, Trinkrausch, Sehnsucht oder Tod, können sie Geschichten von Gross und Klein, Experten und Laien lauschen und empfehlen. Die Geschichten werden in der «Er-Sie-Es-Zählen»-Box gesammelt – einem Beichtstuhl ähnlichen Raum – die den Besucher in eine intime Atmosphäre mit mit einem Exponat versetzt. Hier ist der Ort zum Verweilen, Sinnieren und Erzählen. Die Beiträge der Besucherinnen und Besucher werden in den Audio-Parcours des Museums übernommen und erweitern so die Sicht auf die Objekte.

Wir gratulieren der Siegergruppe, namentlich: Erica de Abreu, Aurélie Fourel, Indre Gru, Michelle Huwiler, Safak Korkut, Isabel Münzner und Coach: Mona Ebdrup ganz herzlich und freuen uns das Projekt gemeinsam für das HMB umsetzen zu können.

Mehr über den Kreativmarathon vom letzten November sowie über die restlichen Museomix-Projekte erfahren Sie in unserer Opens external link in new windowYouTube-Playlist.